Presse
Portal für offene Daten in Deutschland gestartet
Berlin, 19.04.2010 –
Der Verein Open Data Network hat am vergangenen Wochenende die Webseite OffeneDaten.de gestartet. Der Katalog umfasst vielfältige und umfangreiche Daten aus Politik, öffentlicher Verwaltung, Bibliotheken sowie aus Wissenschaft und Forschung und kann von jedem Interessenten genutzt und ergänzt werden. Ziel dieses Registers ist es, offene Daten in Deutschland besser auffindbar und nutzbar zu machen. In den USA und Großbritannien heißen diese Webseiten data.gov, bzw data.gov.uk. Auf ihnen stellen die Regierungen Rohdaten aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung zum Download und zur freien Verwendung zur Verfügung. Da es in Deutschland von Seiten der Behörden noch nichts Vergleichbares gibt, hat nun der Verein Open Data Network die Initiative ergriffen und ein eigenes Portal gestartet.
Die Seite wurde auf dem ersten deutschen “Hack the Government”-Tag vorgestellt, auf dem über 50 Vertreter aus den Bereichen Softwareentwicklung, Design, Web und Journalismus zusammenkamen, um Daten der Öffentlichen Verwaltung durch innovative Webseiten, Applikationen und Services zu erschließen und so einen konkreten Nutzen für die Allgemeinheit zu schaffen.
Auf der zweitägigen Veranstaltung wurde unter anderen das Portal mapnificent.de entwickelt, dass es ermöglicht, verschiedene Datensätze der Berliner Verwaltung zu kombinieren, um so z.B. Hilfe bei der Wohnungssuche zu erhalten. Andere Programmierer beschäftigten sich mit den Protokollen der Sitzungen des Deutschen Bundestages oder mit Daten der Europäischen Union zur Agrarförderung.
“Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz auf unseren Hackday und wollen ihn nun regelmäßig veranstalten”, so der Vorsitzende der Vereins Open Data Network, Daniel Dietrich. Weitere Informationen unter www.offenedaten.de
Hacker wollen Regierungsdaten kreativ nutzen
Berlin, 12.04.2010
Über 50 Vertreter aus den BereichenSoftwareentwicklung, Design, Web, Forschung und Politik werdenam kommenden Wochenende, 17. und 18. April 2010 in der Kalkscheune in Berlin zusammenkommen, um zu zeigen, wie man Daten der Öffentlichen Verwaltung zugänglich und nutzbar machen kann. Die Veranstaltung steht unter dem Motto “Hacks forDemocracy” und wird vom gemeinnützigen Verein Open DataNetwork ausgerichtet. Sie soll anschaulich machen, welche Schätze im Datenpool der öffentlichen Verwaltung verborgen liegen und wie sie sich heben lassen. Ziel ist es, diese Rohdaten durch innovative Webseiten, Applikationen und Services zu erschließen, die einen konkreten Nutzen für die Allgemeinheit schaffen.
Dabei geht es nicht um einen Angriff auf sensible Regierungsdaten, auch wenn das Wort „hacken“ damit leicht in Zusammenhanggebracht werden könnte. „Wir wollen beweisen, dass es auch in Deutschland möglich ist, aus der Kombination von bereits offenen Regierungsdaten neue Informationen zu gewinnen“, so derVorsitzende des Open Data-Network, Daniel Dietrich.
“Andere Länder sind uns bei der Nutzung dieser Daten schon weitvoraus. Deutschland hat noch großen Nachholbedarf”, betont DanielDietrich. Ähnliche “Hack the Government” Veranstaltungen hat es in der Vergangenheit bereits in mehreren Ländern gegeben, unteranderen in den Niederlanden, Australien, Großbritannien und den USA.
Ziel der Open Data Bewegung ist es, alle Daten aus Politik,öffentlicher Verwaltung und Wissenschaft, die nicht einerberechtigten Datenschutz- oder Sicherheitsbeschränkungunterliegen, allen Bürgern, in vollem Umfang, zeitnah, in offenenFormaten, über offene Schnittstellen, maschinenlesbar und ohneEinschränkungen kostenfrei zur Verfügung zu stellen, so die Definition.
